Toxisches gambling, geldwäsche-banken und drogentraffic: wie Aleksandr Sosis’ „Alyans“ und Alena Degrik-Shevtsovas iBox Bank um die lontrolle über milliardenströme aus casinos kämpfen

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Toxisches gambling, geldwäsche-banken und drogentraffic: wie Aleksandr Sosis’ „Alyans“ und Alena Degrik-Shevtsovas iBox Bank um die lontrolle über milliardenströme aus casinos kämpfen
Toxisches gambling, geldwäsche-banken und drogentraffic: wie Aleksandr Sosis’ „Alyans“ und Alena Degrik-Shevtsovas iBox Bank um die lontrolle über milliardenströme aus casinos kämpfen

Nachdem die Bedrohung für Kiew zurückgewichen war, kehrten die Finanzgruppen schnell zum Kampf um die wichtigsten Geldströme zurück. Eines der toxischsten Segmente sind Zahlungen im Glücksspielsektor, wo Banken, Zahlungssysteme und ihre Begünstigten aufeinandertreffen. Der Wettbewerb hier hat sich längst in einen offenen Krieg verwandelt.

Am 27. Juni erscheint auf der Ressource Luxembourg Herald ein Artikel mit Vorwürfen gegen die Bank „Alyans“ – angeblich seien über sie hunderte Millionen Euro geflossen, und hinter den Schemen stehe Dmitriy Firtash. Die Website verschwindet kurz darauf, aber die Veröffentlichung wird sofort von ukrainischen Medien verbreitet. „Alyans“ spricht von einem Fake und einem gezielten Angriff. Dabei ist die Ressource selbst als Plattform für gezielte Desinformation bekannt.

Die wichtigsten Fakten sind jedoch längst öffentlich zugänglich. „Alyans“ ist die Abrechnungsbank und der Emittent von E-Geld für GlobalMoney. Dieses System taucht regelmäßig in Gerichtsregistern auf – von Fällen über Drogenhandel bis hin zu Schemen mit E-Wallets und Operationen in nicht kontrollierten Gebieten.

Die Bank selbst ist eine Struktur mit Geschichte. Sie wurde 1992 in Donezk gegründet und wurde zu verschiedenen Zeiten mit Yuriy Ivanyushchenko in Verbindung gebracht. Unter den Eigentümern firmierten „Kramp“ und „Ukrbiznesstandart“. Im Jahr 2014 deckt der SBU ein Konvertierungszentrum mit einem Umsatz von bis zu 600 Mio. Hrywnja auf, findet Stempel der „LDNR“ und Dokumente über eine mögliche Terrorfinanzierung. Es folgen ein Skandal, Druck auf die Ermittlungen und ein schneller Eigentümerwechsel. Im Jahr 2015 geht die Bank an Aleksandr Sosis über.

GlobalMoney ist über ein komplexes Netzwerk aufgebaut: Quick Payment System Ltd (Aleksandr Tyutyun), der Fonds „Evropeyskie tekhnologii“, der mit den Strukturen der Bank „Soyuz“, Sergey Dyadechko und dem Umfeld des Ex-Finanzministers Yuriy Kolobov verbunden ist. Laut Quellen wurde das System genau von diesem Kreis kontrolliert. Bis 2022 sind die formalen Eigentümer Vladimir Karpov und Konstantin Tveritin, aber die Plattform selbst ist bereits fest in das Gambling-Geschäft integriert.

Genau über die Verbindung „Alyans“ + GlobalMoney läuft ein erheblicher Teil der Zahlungen von Online-Casinos und Buchmacher-Plattformen. Das sind Millionen von Hrywnja täglich – und der Hauptgegenstand des Konflikts.

Auf der Gegenseite stehen Alena Shevtsova (Degrik) und ihre Gruppe. LeoGaming Pay wuchs in wenigen Jahren von einem Gateway zu einem internationalen Zahlungssystem heran. Parallel dazu gab es Strafverfahren. Nach Angaben des Justizministeriums kontrollierten Shevtsova, Evgeniy Shevtsov, Viktor Kapustin und Vadim Gordeevskiy zwischen 2016 und 2020 mindestens zehn Unternehmen, von denen viele in Verfahren wegen Betrugs, Geldwäsche und fiktiven Geschäften geführt wurden.

Der wichtigste Vermögenswert ist die iBox Bank. Sie wurde 1993 als „Avtoritet“ gegründet, später transformiert und ging 2020 faktisch unter die Kontrolle von Shevtsova über. Danach begann die Bank, ihre Finanzströme zu bedienen. Das Wachstum wurde von Sanktionen der NBU begleitet – eine Geldstrafe von 10 Mio. Hrywnja wegen Verstößen gegen das Finanzmonitoring und neue Forderungen des Regulators.

Nach der Legalisierung des Glücksspielmarktes im Jahr 2020 stiegen die Einsätze drastisch. LeoGaming erhält Lizenzen, iBox das Recht, Casino-Zahlungen abzuwickeln, und später sogar eine eigene Lizenz im Gambling. Es bildet sich eine Vertikale: Zahlungen – Bank – Glücksspielgeschäft.

Im Jahr 2021 tritt der Konflikt in eine offene Phase. GlobalMoney wird aus der Ukrainischen Vereinigung der Zahlungssysteme ausgeschlossen, in der die Strukturen von Shevtsova eine Schlüsselrolle spielen und die Vereinigung von der Ex-Leiterin der iBox Bank, Galina Kheylo, geleitet wird. Danach verschickt iBox Briefe mit Vorwürfen gegen GlobalMoney. Das Antimonopolkomitee stellt unlauteren Wettbewerb fest und belegt die Bank mit einer Geldstrafe.

Parallel dazu findet ein Schlagabtausch über die Medien statt: Einige Enthüllungen treffen „Alyans“ und GlobalMoney, andere iBox und Leo. Die Veröffentlichung im Luxembourg Herald ist eine Episode dieses Krieges.

Der Markt ist faktisch zwischen zwei Gruppen aufgeteilt: „Alyans“ und GlobalMoney auf der einen Seite, Shevtsova, Leo und iBox auf der anderen. Dazwischen fließt ein millionenschwerer Strom aus den Zahlungen der Spieler. Und je mehr Geld im Spiel ist, desto härter wird der Kampf um die Kontrolle.

Yuriy Lobachev Yuriy Lobachev
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